Dart 18 Worlds 2009 auf Aruba vom 21.bis 27. November 2010
Klaus von Weitershausen, Dart 7818
Alles begann bei der Dart 18 WM im August 2007 auf dem Gardasee,als insbesondere Mathias ventilierte, „ Aruba in zwei Jahren,das wäre doch was !“ Der Funke sprang auf weitere Deutsche Dartisten über . Anlässlich der Worlds 2008 in Holland wurden die Planungen konkreter. Mathias mit Dominik waren fest entschlossen und sahen Holland schon als Vorbereitung für Aruba an und auch ich war bereit,das Abenteuer anzugehen,nur mit welchem Schotten ? Ab Anfang 2009 konkretisierten sich die Deutschen Crews auf sieben und ich hatte mit Peter Hebel den entsprechenden Partner gefunden. Die Vorbereitungen des Veranstalters - Edwin Lodder (since 2001 owner of Discover BV and Sailing Management International) in association with the International Dart Association, the Aruba Sailing Association and Aruba Tourism Authority - liefen gut an . Edwin war ein stets hilfsbereiter und geduldiger Ansprechpartner für alle anstehenden Fragen .Die finanziellen Kosten hielten sich mit einem Pauschalangebot für Bootstransport Flug,7 Tage Hotel mit Frühstück,täglichem Lunch und Dinner sowie Startgeld und Transportversicherung in Grenzen . Für uns aus dem Süden war die Bootstransportfrage noch zu lösen,da die Container von Amsterdam gen Aruba verschifft wurden . Hier sind wir Silvia Heynisch mit Ihren Schweizer Freunden äußerst dankbar . Sie organisierte,wie schon in der Vergangenheit,einen Containertransport von der Schweiz nach Amsterdam,dem wir uns anschließen konnten . An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank an Silvia .
Und am 03. Oktober wurde es für die Schweizer und uns mit dem Beladen des Containers in Sempach ernst. Sechs Schweizer und sieben Deutsche Boote fanden genügend Raum und konnten gut verpackt und mit diversen Taschen gepaart die Reise nach Aruba via Amsterdam antreten .Ab Mitte November folgten dann die Crews mit mehr oder weniger Anhang. Karibik! Da musste neben dem Segel–Event für uns – auch mit Familie – noch ein zusätzlicher Urlaub drin sein. Ich startete mit Peter und seiner Frau Margot am 15. November von München via Amsterdam. Nach 10-stündigem Flug von Amsterdam empfing uns bei der Ankunft - wegen der 5-stündigen Zeitverschiebung – noch am gleichen Tag gegen 17:00 eine ungewohnte Hitze mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die äußerst lange Wartezeit beim Einchecken ins Holiday Inn war nervig. Trotzdem mußte noch eine Strandbesichtigung bei Dunkelheit sein. Nach einem Absackbier ging es gegen 23:30 nach einem langen Tag in die Heia. Am nächsten Tag nach der Containeröffnung, Auslagerung der Boote und deren Aufbau . Bei der ungewohnten Hitze eine schweißtreibende Angelegenheit. Der erste Eindruck von der Insel war zwiespältig: Meer und Strand zeigten sich wie auf Fotos karibik-like. Ein traumhaftes Segelrevier mit ablandigem Wind zwischen 3-5 Bf. schien auf uns zu warten. Die Hotellandschaften mit US-Amerikanischem Umfeld waren allerdings gewöhnungsbedürftig . Letztlich lebt Aruba vom ganzjährigen Massentourismus mit allen auch negativen Auswirkungen . Das Bild bestimmen Touristen aus den USA , sodaß der amerikanische Lebensstil nicht zu übersehen ist . Das Inselinnere gibt sich äußerst karg und ist mit wenigen Sehenswürdigkeiten,wie z.B. einer Schmetterlingsfarm,für einen längeren Urlaubsaufenthalt weniger attraktiv . Im Gegensatz zur urlaubsfreundlichen Westküste sind die übrigen Küstenabschnitte schwer zugänglich da felsig und wegen des eher auflandigen Windes gefährlich hoher Brandung ausgesetzt . Es wurde eindringlich davor gewarnt,vor diesen Küstenabschnitten zu segeln . Obwohl von der Natur reichlich gesegnet,leiten weder Windräder noch Sonnenkollektoren eine Energiewende ein . Die Stromversorgung erfolgt wie seit altershehr mit Dieselmotoren und via Leitungen vom Festland . Auch der Kfz-Verkehr zeigt sich mit seinen voluminösen Fahrzeugen wenig umweltfreundlich . Aber schon nach wenigen Tagen hat man sich eingelebt und genießt alles in vollen Zügen mit Ausnahme dessen,was man heute als Musik bezeichnet und einem aus jedem Winkel des Strandes über großvolumige Lautsprecher entgegendröhnt : BUMM, BUMM.............. .Die Tage vergingen mit Trainingssegeln,Baden,Schnorcheln mit Claudia Becker,Faulenzen, Fachsimpeln und Politisieren mit Dietmar beim Bier . Eine Insel – und Lokalerkundung mit Einkaufsbummel mußte ebenfalls sein . Ständiger Anlaufpunkt war die Strandbar,um Flüssigkeitsverluste zu kompensieren und Bekanntschaften zu erneuern .Im Blickpunkt stand auch die attraktive Weiblichkeit Der Strandabschnitt vor dem Holiday Inn füllte sich zunehmend mit Darts aber auch Formula 18 , Tornados und Hobies , die an der traditionellen zur gleichen Zeit stattfindenden Heinecken-Regatta teilnahmen . Mein Boot erlitt bei einer Trainingsfahrt mit Hanna Becker und Peter Mastbruch. Der aufkommende Frust wurde dank französischer Hilfe und reichlich Balashi ( örtliches Bier ) mit Dietmar überwunden . Überhaupt die Franzosen: sie traten als Team gemeisam und einheitlich gekleidet auf. Schon beim Frühstück saßen sie zusammen und hatten Spaß . Nicht nur , dass sie den Sieger stellten,auch bei allen offiziellen Rahmenveranstaltungen glänzten sie mit Sondereinlagen.
Der Brite und Mitfavorit David Lloyd schmirgelte und wienerte sein Boot ganze zwei Tage,bzw. ließ seine Vorschoterin arbeiten,so als wolle er allein mit seinem strahlendem Boot die Konkurrenz in Angst und Schrecken versetzen. Wie mitgenommen sah demgegenüber das Boot von Mathias aus . Auch dies Taktik? Bernhard Rückert konnte sich derweil seinen beiden Buben zu deren Freude widmen . Meine “Ulla Oma“, nun mit französischem Siegermast, fieberte wie alle anderen Boote dem ersten Startschuss entgegen. Am Sonntagnachmittag den 22.11. war es dann endlich soweit . Das Race hatte begonnen.
Hier mein Kurzbericht : Die Dart 18 Weltmeisterschaften 2009 fanden vom 21.- 27. November auf der Karibik Insel Aruba statt . Auf Deutscher Seite starteten sieben Crews bei insgesamt 37 teilnehmenden Booten aus zehn Staaten. Einen herausragenden dritten Rang belegte nach 9 Wettfahrten mit stetigem Wind von 4-6 Bf. Mathias Huber - Europameister der Dart 18 1998 - vom Seebrucker Regattaverein mit Vorschoter Dominik Volke Ihre Konstanz zeigte das Team auch in den Einzelwertungen mit den Rängen 3,4,3,3,7,2,5,3, (16) . Seinen Titel verteidigen konnte der Franzose Emmanuel Dode,diesmal mit Vorschoter Fred Moreau vor dem britischen Team David Lloyd und Joanna Jones-Pierce .Aber auch die übrigen Deutschen Teams hielten sich bei überwiegend Starkwind gut,insbesondere die Gebrüder Krause vom SSC Petersthal mit Rang 10 sowie das Team Bernhard Rückert / Stefan Stein vom ESC Eching mit Rang 13.
Karibikflair,fantastische Segelbedingungen bei überwiegend Starkwind mit beherrschbarer Welle,da ablandig,eine hervorragende Organisation, ein großartiges Beiprogramm mit täglichem Lunch, Happy Hour, Dinner und Party sowie landesüblichen Darbietungen ließen diese Weltmeisterschaften zu einem Höhepunkt für alle Teilnehmer und Ihre Begleitpersonen werden . Den Organisatoren,allen voran Edwin Lodder, sei Anerkennung und Dank gesagt für Ihr Engagement und den reibungslosen Ablauf dieser großartigen Dart Worlds 2009 auf Aruba.
Nähere Einzelheiten zum eigentlichen Wettkampf siehe den Bericht von Dietmar Becker oder Aruba Webside http://www.dartworlds2009.com/.
Und nun : die kalte Heimat hat uns wieder,der Alltag kehrt ein und Aruba liegt bereits in weiter Ferne, wird jedoch bei allen künftigen Regatten und Treffen ein Fixpunkt in unserem Segelleben bleiben . Weißt Du noch damals auf Aruba ...

